DeutschlandKlessin

In den letzten Tagen des Aprils traf sich erneut eine Arbeitsgruppe unseres Vereins um bei Ihrem bereits 18. Klessiner Grabungseinsatz weitere bis dato unbearbeitete Flächen im Dorfkern Klessins zu überprüfen. In vier Arbeitstagen untersuchten zwanzig Mitarbeiter aus mehreren Nationen unterschiedliche, ehemals stark umkämpfte, straßenbegleitende Grabenabschnitte und Trichterfelder. In besonderer Unterstützung durch die Dorfbewohner und kommunalen Behörden gelang es ein größeres Gebiet als ursprünglich geplant zu bearbeiten. Im Eingangsbereich eines Wohnhauses stießen wird durch Unterstützung der Bewohner auf zwei Massengräber deutscher Soldaten. Diese vermutlich in der Endphase der Kampfhandlungen notdürftig angelegte Begräbnisstätte beinhaltete 14 Kriegsgefallene. Neun der Gefallenen trugen ihre Erkennungsmarke. Drei ihren Ehering. Einen weiteren Gefallenen fanden wir unweit einer Gasleitung in seiner MG Stellung. Ein sowjetischer Soldat lag nur notdürftig mit Erde bedeckt vor den ehemaligen deutschen Verteidigungsstellungen im Schlossbereich. Somit schloss die Gruppe ihren diesjährigen Frühjahrseinsatz mit dem guten Gefühl ab, das nun 15 deutsche und 1 sowjetischer Soldat auf den Friedhöfen Wuhden und Lebus eine würdige Ruhestätte finden werden. Das Bundesarchiv in Berlin arbeitet an der weiteren Entschlüsselung der Erkennungsmarken um die Kriegssterbefälle letztendlich beurkunden zu können.

27.04.2019 - 30.04.2019

Geborgene Soldaten: 16
Deutsche Soldaten: 15
Sowjetische Soldaten: 1
Erkennungsmarken: 9

Eine Grablage ist vor dem Haus lokalisiert. Ein Bauzaun sichert die Grabungsstelle.

Eine Grablage ist vor dem Haus lokalisiert. Ein Bauzaun sichert die Grabungsstelle.